Wappen von Fronreute

Ältere Geschichte

Überblick über die ältere Geschichte des Gemeindegebietes von Fronreute unter besonderer Berücksichtigung der Teilorte Blitzenreute, Staig und Fronhofen

Die mit Quellen belegbare Geschichte unseres Gemeindegebietes  beginnt im 10. Jahrhundert. Graf Heinrich „mit dem goldenen Pflug“, aus dem damals schon bedeutenden Welfengeschlechte, wurde vom ersten deutschen Wahlkönig Konrad I. (911-918) mit dem „Benefizium“ Schussengau belehnt. Ein Benefizium ist ein zu erblicher Nutzung verliehenes Land oder Amt. Dass zu diesem auch unser Gemeindegebiet gehörte, beweisen die schriftlich überlieferten Schenkungen der Nachkommen und Erben des Grafen Heinrich an die Bischofskirche in Konstanz, an das Altdorfer Frauenkloster und – seit etwa 1090 – an das welfische Hauskloster Weingarten. Konrad, ein Sohn Heinrichs „mit dem goldenen Pflug“, von 934 bis 975 Bischof der Diözese Konstanz und im Jahre 1123 heilig gesprochen, übertrug beim Antritt seines Amtes die von seinem Vater geerbten Güter an seine Bischofskirche, nämlich Aulendorf, Wolpertswende, Berg und Fronhofen, dazu alles jenseits des Flusses (= westlich der Schussen) Gelegene. Um den Besitz der Welfen im Schussengau , also um den Stammsitz Altdorf herum, geschlossen zu erhalten und damit ihre Hausmacht ungeschwächt zu bewahren, tauschte Graf Rudolf diese Erbgüter seines Bruders Konrad mit der Konstanzer Bischofskirche gegen entfernter gelegene welfische Besitzungen ein. Unser Gemeindegebiet bleibt also in welfischer Hand. 

Am Ende des 9. Jahrhunderts müssen noch große Teile des Gebietes zwischen Aulendorf, Wolpertswende, Berg und Fronhofen mit Wald bedeckt gewesen sein. Um diese Zeit, vor allem dann unter dem Grafen Heinrich „mit dem goldenen Pflug“, begann die Besiedlung des Waldgebietes, die sich über Jahrhunderte hinzog. An die einstige Urbarmachung durch Brandrodung erinnern die Orts- und Flurnamen Schwende und Brand: Wolpertschwende, Schwende zwischen Geratsreute und Hochstett, „auf der Schwendi“ (Beschreibung des Oberamtes Ravensburg, 1836: In der Umgegend des Dorfs Blitzenreute wird die Höhe „auf der Schwendi“ genannt), Brand von Möllenbronn und Brand von Zogenweiler. 

Wurden beim Abholzen die Wurzelstöcke entfernt, bekam das Neuland den Namen Reute (auch  Greut) oder Ried (mittelhochdeutsch: rieten = ausrotten): Blitzenreute, Kellenried, Ried bei Fronhofen usw., besonders aber die Rodungen rings um die „Herrenhöfe“ (= Fronhofen): Reutefronhofen, Fronreute, Gunatsreute, Mertesreute, Geratsreute, Bettenreute. In wenigen -ried Namen ist mit Ried allerdings Moor gemeint. 

In den meisten zusammengesetzten Ortsnamen ist der Vorname des Ortsgründers enthalten. Noch leicht zu erkennen sind Blizo, Dieto, Kello und Ruprecht. Im 13.Jahrhundert hießen die Orte Blitzinruti, Dietenhoven, Kellunried, Ruprechtsbruge. Etwas schwieriger wird es dagegen bei Gundolf, Gerold, Betelino und Erkambold. Aus Gundolfsriutin (1143) wurde Gunatsreute, aus Geroldisriutin (1269) Geratsreute, aus Bettilnriuthi (1171) Bettenreute und aus Erchembolteswilare (1192) Ergetsweiler. Diese Ortsgründer waren die Häupter einer Sippe, standen dem Maierhof des Ortes vor, beteiligten sich neben den Königsboten und Grafen an Gerichtssitzungen und übten die niedere Gerichtsbarkeit aus (bürgerliche Streitigkeiten und leichtere Straffälle). Aus diesen Ortsgründern leitete sich der hochmittelalterliche Ortsadel her. Vermutlich waren der Deutschordensbruder Heinrich von Blitzenriuti (genannt 1274 bis 1286) sowie ein weiterer Heinrich von Blitzenriuti (1282) und Peregrinus de Blizunruti (1286) on der Deutschordenskommende Altshausen Angehörige dieses Ortsadels. 

Im Jahr 1056 stiftete Welf IV., Herzog von Altdorf, die Abtei Weingarten. Um das Jahr 1090 vermachte das Herzogspaar mit seinen Söhnen dem Kloster u.a. die Heiligblutreliquie, die für unsere Heimat eine große Bedeutung gewinnen sollte, und eine Reihe Güter, darunter aus dem altwelfischen Besitz rechts der Schussen (einstige Erbgüter des hl. Konrad) die Kirche Berg mit allem, was dazu gehört (sie war damals Pfarrkirche unseres ganzen Gemeindegebietes), ferner Weiler, Horb, Bibersee mit dem See, Vorsee mit dem See, Schreckensee, Ruprechtsbruck, Korb und Liebenreute. Gleichzeitig kam das Kloster durch einen Tausch in den Besitz von Reutefronhofen, Buchsee und Steinenbach (bei Blönried). 

Von den Söhnen Welfs IV. erhielt die Abtei bald darauf - durch Kauf und Tausch - den Ort Eyb. Einer der Söhne, Heinrich der Schwarze, schenkte dazu 2 Höfe zur Einöde (beim Bibersee). Sein Sohn Heinrich der Stolze schließlich übergab der Abtei die Güter in „Claron“ und Göringen ( beide bei Blitzenreute-Oberspringen). 

Zur Ausübung ihrer Herrschaft benötigten die welfischen Herzöge zahlreiche Dienstleute (= Ministeriale). Diese erhielten herzogliches Land als erbliches Lehen. Ein großer Teil unseres Gemeindegebietes gelangte schon früh in die Hände solcher Lehensleute. Das wesentliche Kennzeichen der Ministeriale ist der von ihnen ihrem Herrn zu leistende Dienst in den Hofämtern (Kämmerer, Schenk, Truchsess und Marschall), die Verwaltung von Fronhöfen, Forsten und Städten, die Burghut und der Kriegs- und Botendienst. Zur vornehmsten Dienstpflicht, vor allem der Hofämter, gehörte die Beratungspflicht gegenüber ihrem Herrn, die sich auch im Zeugendienst ausdrückte. Der Hofämterdienst brachte einem Ministerialen infolge der Mitbeteiligung an der Herrschaftsausübung eine Standeserhöhung. 

Anfang Oktober 1154 zog der Welfenherzog Heinrich der Löwe mit einem sächsischen Ritterheer als Begleiter seines Vetters Friedrich Barbarossa nach Oberitalien und von dort im Frühsommer 1155 zu Friedrichs Kaiserkrönung nach Rom. Dass Heinrich auch Ministeriale seines Stammsitzes und vermutlichen Geburtsortes Ravensburg bei sich hatte, entnehmen wir einer zu Asti 1155 ausgestellten Urkunde Heinrichs, in der als Zeugen genannt werden: 

Marschall Hermann aus Ravensburg, Albert von Rammetshofen (Oberteuringen) und Mengoz von Reutefronhofen. Von diesem Mengoz wissen wir ferner, dass er Besitz in Gunatsreute für das Seelenheil seines Bruders Ortolf an das Kloster Weingarten gab und dass er sich im Jahre 1171 bei Heinrichs dem Löwen in Teuringen aufhielt, jetzt aber Mengoz „de Fronhove“ hieß. Er war der erste uns bekannte Ministeriale unseres Gemeindegebietes. 

Von 1174 an kam es zu einer wachsenden Entfremdung zwischen Heinrich dem Löwen und seinem Vetter, Kaiser Friedrich Barbarossa. Auf dem Reichstag zu Worms im Jahr 1179 wurde über Heinrich die Reichsacht verhängt. 1180 verlor er seine Herzogtümer Sachsen und Bayern. Im Jahre 1179 schlossen Welf VI. und Friedrich Barbarossa einen Erbvertrag über die welfischen Besitzungen im südlichen Schwaben. Die welfischen Ministerialen wurden dadurch welfisch-staufische Doppelministeriale innerhalb des Herzogtums Schwaben. Nach dem Tode Welfs VI. im Jahre 1191 verfügten die Staufer allein über sie und den ganzen Welfenbesitz unserer Heimat. 

Um diese Zeit wird erstmals Berthold von Fronhofen  genannt, der sich im Gefolge des staufischen Herzogs Konrad von Schwaben 1192 in Memmingen aufhielt. Die Brüder von Fronhofen (Berthold und Eberhard) erhielten von König Philipp (1208 ermordet ) die Vogtei über das Kloster Wald. In der Folgezeit traten die Brüder von Fronhofen und ihre gleichnamigen Nachkommen häufig als königliche Ministeriale bzw. Reichsministeriale auf. Berthold von Fronhofen zeigte sich von 1240 an oft gemeinsam mit seinem Verwandten, dem Kämmerer Heinrich von Biegenburg, als Zeuge oder als Siegler. Bertholds Bruder Eberhard nannte sich 1251 von Königsegg. Eberhard starb bereits 1253 und Berthold beerbte ihn, blieb aber bei seinem Namen „von Fronhofen“. Erst sein Sohn Ulrich hieß wieder „von Königsegg“ (1276). 

Die Reichsministerialen und Ritter von Fronhofen/ Königsegg waren in besonderer Weise dem Kloster Weingarten verbunden. In der 2. Hälfte des 13. Jh. hatten sie Vogteirechte (Schutz und Schirm) über das Kloster Weingarten, und von 1246 an (bis 1545!) wurden sie in der so genannten  Königsegger Kapelle des dortigen romanischen Münsters beigesetzt. Sie erwarben sich durch ihr Eintreten für das Kloster den Ehrentitel „ Auserlesene Beschützer des Allerheiligsten Blutes“. In der Basilika befindet sich die Königsegg-Gruft unterhalb des Altars im südlichen Querschiff. Wir können ohne weiteres  annehmen, dass hier auch die Gebeine Eberhards, Bertholds und Ulrichs ruhen. Ihr Wappen, der gelbrote Rautenschild, ist in unserem Gemeindewappen enthalten. Dieses zeigt ferner einen blauen, hersehenden Löwen auf gelbem Grund, das Wappentier der Kämmerer von Biegenburg.

Der erste uns bekannte Träger dieses Namens war der Kämmerer Heinrich von Ravensburg und Biegenburg. Er war im Jahre 1201, ebenso wie sein Bruder Dieto von Aistegen, Zeuge einer Güterschenkung an das Kloster Weingarten. Am meisten wissen wir von seinem Enkel, dem Kämmerer Heinrich (II.) von Biegenburg. 

Dieser heiratete Engelburg von Schmalegg zwischen 1241 und 1244. Ihre Söhne Heinrich, Konrad und Dieto wurden 1264 urkundlich erwähnt. Mindestens 28 erhalten gebliebene Urkunden berichten von Heinrichs (II.) Amt und Tätigkeit bei König Konrad von 1240 an und nach König Konrads Tod (1254) in den Jahren des Interregnums. Eine seiner letzten Urkunden wurde ausgestellt anlässlich der Übergabe seines Besitzes in Altshausen an den Deutschen Orden im Jahre 1264. Sein Andenken lebte fort im Deutschordenhaus Altshausen, das laut Urkunde von 1265 und 1266 sich zuerst Deutschordenshaus in Biegenburg nannte, spätestens ab Dezember 1267 aber Deutschordenshaus in Altshausen. Erbe der Burg und Herrschaft Biegenburg wurde um 1270 die Schmalegger Verwandtschaft: der Bruder von Engelburg, Schenk Heinrich von Schmalegg und dessen Söhne, die Schenken Heinrich und Konrad von Biegenburg. 

Das Kloster Weingarten, am Ende des 13. Jahrhunderts in unserem Gemeindegebiet schon reich begütert, erwarb im Laufe des 14. Jahrhunderts sowie am Anfang des 15. Jahrhunderts von den Herren von Tobel, von Bibersee und von Fronhofen-Königsegg, sowie vom Biegenburg-Erben Ulrich von Hörningen den weitaus größten Teil der heutigen Gemeinde Fronreute mit den dazugehörigen Herrschaftsrechten. Allein der Biegenburgkauf (1404) brachte dem Kloster um 6000 fl. (Gulden) u. a. die Feste Biegenburg, Burg und Burgstall mit dem Bauhof und den zwei Weingärten zu Biegenburg, Gericht und Bann, Güter zu Blitzenreute und Staig, den Hof zu Eyb, die Höfe zu Meßhausen, die Mühle unter der Burg Biegenburg, 1 Hof zu Degenhart (bei Meßenhausen), alle Fischrechte in der Schussen von Ruggbain (vermutlich oberhalb Durlesbach) bis Altenbruck (Kasernen), in  der Ach von Baienfurt bis in die Schussen, den Schenkenwald, die Wiesen in Fronried usw. 

Schon um 1270 hatte das Kloster seinen Besitz in die Offizia (= Ämter), Eyb, Weiler, Berg und Reutefronhofen eingeteilt, 1404 kam Biegenburg als Sitz eines Amtmanns dazu. Im Jahr 1531 wurde die Weingartische Güterverwaltung neu geordnet und es wurden genaue Urbare (Grundbücher) angelegt. 

Es gab jetzt jenseits der Schussen 1 Amt (um Berg) und 5 „Gerichte“ (später auch Ämter genannt): Blönried, Blitzenreute, Fronhofen, Esenhausen und Waldhausen, zu denen 1606 noch Hasenweiler kam. Diese Einteilung blieb im Wesentlichen bis zur Säkularisation (1803) bestehen und bildete die Grundlage für die 1826 geschaffenen württembergischen Gemeinden. Durch den Zusammenschluss der Gemeinden Blitzenreute und Fronhofen entstand schließlich im Jahre 1972 die Gemeinde Fronreute. 

Die erste urkundliche Nennung weiterer Ortsnamen verdient noch unser Interesse. Im Oktober 1265 schenkte der Kämmerer Heinrich von Biegenburg (vermutlich der Sohn des Stifters der Kommende Altshausen) verschiedene Eigenleute, welche er an das Kloster Löwental (von Johannes von Löwental, dem Vetter seines Vaters 1250 gestiftet) und an das Deutschordenshaus zu Biegenburg geschenkt hatte, unter Entschädigung der beiden Einrichtungen an das Kloster Baindt. Ferner schenkte er an Baindt den Steinmetzen Heinrich von „Bluzenruti“ (u = ü gesprochen!) mit seiner Gemahlin Guta und ihren Kindern. Heinrich war der Sohn des Meisters Konrad, des ehemaligen Steinmetzen von Baumgarten (= alter Stammsitz des Kämmerergeschlechtes). 

Noch frühere Kunde haben wir vom Teilort Staig. Der Staiger Welfenbesitz (oder ein Teil davon) kam nach Auskunft der Zwiefaltener Chroniken um 1132 als Sühneleistung der Welfen an das Kloster Zwiefalten. Es handelt sich um Salland (vom Grundherrn bisher selbst bewirtschaftet, nicht an Lehensleute vergeben), eine Hube (Bauerngut), eine Wirtschaft und eine Mühle. Bei einem Gütertausch im Jahre 1265 übergab das Kloster Zwiefalten diese seine Besitzung in Staig dem Deutschordenshaus Biegenburg. 

Wie schon anfangs erwähnt, gehörte unser ganzes Gemeindegebiet einst zur großen Pfarrei Berg. Im Jahre 1292 wurde in Fronhofen eine Kapelle gebaut, die 1487 erweitert und erneuert und den Heiligen Konrad und Vinzenz geweiht wurde. Bereits im Jahre 1508 war Fronhofen Sitz einer von der Mutterkirche Berg gelösten eigenen Pfarrei, die dem Kloster Weingarten „inkorporiert“ war und von Mönchen versorgt wurde. Von 1663 an wurde die Pfarrei noch selbstständiger und erhielt nun Pfarrer, die nicht Mönche waren. Im 17. und 18. Jh. sowie 1910 wurde die Kirche baulich verändert. Der Turm stammt aus dem 13./14. Jh., der Staffelgiebel aus dem 16. Jh. 

Auch in Blitzenreute stand eine gotische Kapelle die anlässlich der Loslösung von der Mutterkirche Berg und der Errichtung der Pfarrei Blitzenreute im Jahre 1696 vergrößert wurde und deren Turm man gleichzeitig erhöhte. Im Jahre 1953 wurde das Schiff neu gebaut, der Chorraum des Altbaus blieb erhalten. Die Patrone sind die Heiligen Laurentius und Jakobus. 

Staig besitzt mit seiner Wallfahrtskapelle ein besonderes Kleinod. Der gotische Chor wurde 1498 von Weihbischof Zehender von Konstanz konsekriert. Um 1710 vergrößerte man die Kapelle durch den Anbau eines Schiffes und barockisierte sie. Durch die Renovierung im Jahre 1956 hat sie noch gewonnen und die wertvolle Ausstattung kommt mehr zur Geltung. Das Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes (Pieta) stammt aus der Mitte des 14. Jh. die Kapellenpatrone sind die Heiligen Magnus und Agatha. 

Zum Schluss sei noch auf zwei Baudenkmäler unserer Gemeinde hingewiesen die geschichtlich interessant sind: Die Turmburg in Fronhofen und der Zehntstadel in Staig. Dieser Turm stammt wie der Hatzenturm bei Wolpertswende aus der Zeit der erbitterten Auseinandersetzungen zwischen den Welfen und Staufern um 1130-1140 und steht in einer vermuteten Verteidigungslinie um die Welfenstammsitze Altdorf (Weingarten) und Ravensburg als einer von mindestens 8 bisher bekannten Türmen zwischen Aulendorf und Zußdorf. Die meisten Türme wurden später als „Bergfried“ in eine größere Burganlage einbezogen oder gar umbaut wie in Bettenreute und Liebenau. Diese Turmburgen trugen in der Regel einen Fachwerkaufbau. Der Weingartner Mönch P. Petrus berichtete seinem Abt am 29.07.1632, dass die Schweden im Amt Fronhofen „auf die 60 First verbrannt“ hätten und dass „der alte, feste Turm oben ganz verbrennt“ sei. 

Der Zehntstadel in Staig erinnert uns an Unfreiheit und Abhängigkeit, an Frondienste und Leibeigenschaft der ländlichen Bevölkerung durch die Jahrhunderte von der Welfenzeit bis zur Aufhebung der Klöster und allmählichen Entlastung und Befreiung des Bauernstandes im Königreich Württemberg in der 1. Hälfte des 9. Jh. Es gab in unserer Gemeinschaft noch weitere Zehntstadel, z.B in Eyb und Reutefronhofen (hier bis 1940). Hier wurden Getreidezehnten und –abgaben an die Grundherrschaft gesammelt. Der Staiger Zehntstadel ist noch, wie die ältesten oberschwäbischen Bauernhäuser, als reiner Holzbau mit Bohlenständerwänden errichtet worden. Als eines der wenigen, noch erhalten gebliebenen, ländlichen Geschichts- und Kulturzeugnisse muss er der Nachwelt erhalten werden. 

Ernst Frey, Schulleiter a.D.

 

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