
- Turm Fronhofen
Von dem Reichskämmerer Heinrich von Biegenburg gibt es eine größere Anzahl urkundlicher Nachrichten aus den Jahren 1240 bis 1264. In der Stiftungsurkunde des Klosters Baindt vom Jahre 1240 wird er als Zeuge genannt. Im Jahre 1264 übergab er gemeinsam mit seinen Söhnen Heinrich, Konrad und Dieto Altshausen an den Deutschen Orden. Die Biegenburg selber war etwa 4 Jahre Deutschordenshaus und kam nach Heinrichs Ableben mit der ganzen Biegenburgherrschaft etwa 1270 an die Familie seiner Gemahlin Engelburg, also an die Schenken von Schmalegg.
Der letzte Biegenburgbesitzer und Erbe der Schenken, der Ritter Ulrich von Hörningen, verkaufte die ganze Herrschaft Biegenburg 1404 an das Kloster Weingarten. Dieses, am Ende des 13. Jahrhunderts im Gemeindegebiet von Fronreute schon reich begütert, hatte im Laufe des 14. Jahrhunderts von den Herren von Tobel (bei Berg), von Bibersee und von Fronhofen/Königsegg zahlreiche Güter und Herrschaftsrechte erworben und besaß schließlich nach dem Biegenburgkauf den weitaus größten Teil der heutigen Gemeinde Fronreute mit den dazu gehörenden Herrschaftsrechten.
Um das Jahr 1090 vermachte der Herzog Welf IV. mit seiner Gemahlin Judith und seinen Söhnen dem Kloster Weingarten u.a. die Heiligblutreliquie und eine Reihe Güter, darunter die Kirche Berg mit allem, was zu ihr gehörte. Sie war damals und in den nächsten Jahrhunderten die Pfarrkirche des ganzen Gemeindegebietes von Fronreute.