Natur nah dran
Fronreute im Förderprojekt "Natur nah dran" 2025/2026
Nächste Mitmachbaustelle am 29.11.2025 - entfällt
Der Termin der Mitmachbaustelle am 29.11.2025 entfälltkrankheitsbedingt.
Natur nah dran in Fronreute: Engagierte Helferinnen und Helfer gestalten Lebensraum für Schmetterlinge
Natur nah dran in Fronreute: Engagierte Helferinnen und Helfer gestalten Lebensraum für Schmetterlinge
Traumhaft schönes Herbstwetter schuf am Samstag, 18. Oktober 2025, perfekte Bedingungen für die zweite „Natur nah dran“-Mitmach-Baustelle. Auch diesmal packten wieder einige engagierte Hände mit an, um naturnahe Lebensräume und kleine Mikrohabitate für heimische Pflanzen und Tiere zu schaffen.
Der „Flattergarten“ in Staig, nahe des Kindergartens St. Magnus, nimmt Gestalt an. Auf dieser naturnah gestalteten Fläche dreht sich alles um den Schmetterling und seine Raupen. Gepflanzt werden gezielt Arten, die heimischen Schmetterlingen und ihren Raupen als Futterpflanzen dienen. Viele Stauden bleiben zukünftig über den Winter stehen, damit Raupen, Puppen und Larven sich ungestört entwickeln können.
In dem von Niklas Schnetz und Albert Stumm (Bauhof) vorbereiteten großen Holzstamm-Hochbeet wurde ein strukturreicher Magerstandort angelegt, der mit Totholz und Steinen zusätzliche Lebensräume bietet. Die Helfenden pflanzten rund 180 heimische Wildstauden und neun heimische, standortgerechte Gehölze; am Sonntag folgte die Aussaat verschiedener heimischer Wildblumen.
Ein herzlicher Dank geht an alle, die mitangepackt haben: Lissy Bätz, Mathias Friedt und Enkel Philipp Noah, Tobias Hornung, Janis Kurzawa, Tim Roes, Jonas Sack und Sohn Matti, Jörg Schwabe, Stephanie van der Velden, Eva und Manfred Wolf. Unterstützt wurde das Projekt auch diesmal wieder von der FirmaErdwerk Gartengestaltung, die einen Lastwagen zur Verfügung stellte. Am Nachmittag wurden wir ganz spontan mit Kaffee und Waffeln verwöhnt – ein herzliches Dankeschön an Ida und Stefanie Friedt.
Wie spannend solche Aktionen auch für Kinder sind, zeigten unsere Jüngsten: Matti und Philipp Noah gruben Pflanzlöcher, schaufelten Kompost und waren mit großer Begeisterung dabei.
Dank dieses Einsatzes entsteht in Staig ein lebendiger Lebensraum, der ab dem kommenden Jahr blühen und vielen Tieren Nahrung und Unterschlupf bieten wird – ein Ort, an dem es bald viel zu entdecken gibt.
Alle, die Lust haben mitzugestalten – ob zum ersten Mal oder schon öfter dabei – sind herzlich eingeladen.
Sofern es nicht regnet, trifft sich die Gruppe am Samstag, 25. Oktober 2025, um 10:00 Uhr.
Der genaue Treffpunkt wird über die WhatsApp-Gruppe bekannt gegeben oder kann unter 0170 8020923 erfragt werden.
Herzliche Grüße, Elke Schwabe im Namen der Projektgruppe „Natur nah dran“

Vernetzungstreffen der „Natur nah dran“-Kommunen in Wolfschlugen am 14.10.2025
Vernetzungstreffen der „Natur nah dran“-Kommunen in Wolfschlugen am 14.10.2025
Am 14.10.2025 fand das Vernetzungstreffen des NABU Baden-Württembergs statt. In Wolfschlugen trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der „Natur nah dran“-Kommunen aus ganz Baden-Württemberg. Neben den „alten Hasen“ aus den vorherigen Förderperioden waren auch die neuen „Natur nah dran“-Kommunen eingeladen. Niklas Schnetz und Tamara Gnatzy vom „Natur nah dran“-Projektteam aus Fronreute nahmen vertretend für die Gemeinde am Vernetzungstreffen teil.
Neben dem Kennenlernen und dem Austausch standen auch Fachvorträge zu „naturnahen“ Themen an, die neue Einblicke in die Arbeitsweisen andernorts eröffneten. Anschließend wurden die abgeschlossenen Projekte der vergangenen Förderperiode von Umweltministerin Thekla Walker und NABU-Landeschef Johannes Enssle mit einer Urkunden-Übergabe gewürdigt. Eine Überraschung für die Neulings-Kommunen war die Überreichung einer Willkommensurkunde. Auch Fronreute erhielt eine solche Willkommensurkunde und wurde offiziell im Förderprojekt begrüßt.
Abschließend wurden die in 2023 umgestalteten Flächen des Gastgebers Wolfschlugen besichtigt. Bürgermeister Matthias Ruckh und seine Mitarbeitenden des Baubetriebshofes sowie der Naturgartenplaner der Gemeinde Wolfschlugen, Manuel Chmiel, berichteten von ihren Erfahrungen und Vorgehensweisen. Die Veranstaltung fand in der daraufhin folgenden Fragerunde rund um die naturnahen Grünflächen einen schönen Ausklang.

Natur nah dran in Fronreute: 1. Mitmachbaustelle ein voller Erfolg!
Natur nah dran in Fronreute: 1. Mitmachbaustelle ein voller Erfolg!
Am Samstag, 11.10.2025 fand die erste Mitmachbaustelle im Förderprojekt „Natur nah dran“ statt. Angewiesen von Naturgartenplanerin Elke Schwabe gestalteten die fleißigen Helferinnen und Helfer die Fläche „Feuertobelbach“ in Fronhofen um. Das umfangreiche Projekt beinhaltete unter anderem das Auffüllen der Fläche mit mineralischem Substrat, das Zurechtsägen von Stämmen und Platzieren der Totholzelemente für die Käferburg, das Einarbeiten des Kompostes, das Legen von Trittsteinen sowie das Pflanzen der Stauden.
Vielen Dank an die fleißigen Helfer Janis Kurzawa, Anita und Hubert Ehmann, Ulrike und Dominik Spindler, Manfred und Eva Wolf. Vielen Dank auch an den Naturgartenplaner-Kollegen, Jonas Sack, der das Team tatkräftig mit dem Bagger der Firma „erdwerk Gartengestaltung“ aus Weingarten unterstützte.
Ein besonderer Dank gilt der Naturgartenplanerin Elke Schwabe und ihrem Mann, Jörg Schwabe, die sich auch noch um die Nacharbeiten der Fläche am darauffolgenden Sonntag kümmerten.
Außerdem möchten wir allen danken, die die Helfenden mit Mittagessen, Kuchen und Zopf versorgt haben. Vielen Dank Anita Guter für das leckere Mittagessen, Thomas Böse-Bloching für die zur Verfügungstellung der Räumlichkeiten und Getränke des Narrenvereins, Hildegard Hörner für den leckeren Kuchen und Hubert Fischer für die leckeren Birnen.
Das Projektteam freut sich auf die weiteren Mitmachbaustellen mit Ihnen!
Seien Sie dabei:
- 18.10.2025 um 10:00 Uhr an der Fläche am Kinderhaus St. Magnus, Staig
- 25.10.2025 um 10:00 Uhr (Ort wird noch bekannt gegeben)

Natur nah dran in Fronreute: Pflanz-Workshop in Mutlangen absolviert
Natur nah dran in Fronreute: Pflanz-Workshop in Mutlangen absolviert
Am Montag, 06.10. hat der Pflanz-Workshop für alle Natur-nah-dran-Kommunen in Mutlangen stattgefunden. Neben den Vorträgen von Herrn Martin Klatt und Naturgartenplaner Dr. Reinhard Witt, gab es einen ausführlichen Praxisteil mit dem Schwerpunkt Auslegen von Stauden und Blumenzwiebeln sowie das Einsäen.
Dr. Reinhard Witt füllte den Praxisteil mit interessanten Informationen und Tipps, wie das Anlegen der Flächen gelingt.
Die Kollegen vom Baubetriebshof schritten trotz regnerischem Wetter fleißig zur Tat.
Nun kann das Pflanzen und Säen der ausgewählten Flächen in Fronreute beginnen.
Nachfolgend finden Sie alle Informationen zu den Mitmachaktionen und wie Sie sich beteiligen können.



Termine für die Mitmachbaustellen
Termine für die Mitmachbaustellen
11.10. um 10:00 Uhr in Fronhofen am Feuertobelbach, Mühlstraße (ggü. Spielplatz) - Bitte beachten: Die Fläche befindet sich an der Straße!
18.10. um 10:00 Uhr in Staig, Am Kinderhaus, Zehntstadel 11
Abgesagt: 25.10. um 10:00 Uhr - Ort wird rechtzeitig bekannt gegeben - Nacharbeiten (falls notwendig)
Nachholtermin: 29.11. - weitere Informationen folgen.
Der Baubetriebshof hat die Flächen in Fronreute und Staig bereits vorbereitet - jetzt geht es ans weitere Gestalten, Pflanzen und Säen. Wir laden alle ein, die Lust haben, gemeinsam etwas für die Natur zu tun. Egal ob jung oder alt - Hauptsache, Sie haben Freude am Anpacken und gemeinsamen Schaffen. Kinder dürfen gerne mitkommen, aber bitte nur in Begleitung eines Erwachsenen. Wir achten gemeinsam auf Sicherheit – gefährliche Arbeiten übernehmen natürlich die Großen.
Wir treffen uns bei fast jedem Wetter. Bei Unklarheit gerne Elke Schwabe anrufen, Telefon: 0170 8020923
Aktuelle Informationen gibt's außerdem über die WhatsApp-Gruppe "Natur nah dran" - Anmeldung über Tamara Gnatzy oder Elke Schwabe.
Bitte mitbringen - falls vorhanden:
- Sicherheitsweste (wir arbeiten in Fronhofen an der Straße)
- Arbeitshandschuhe
- Arbeitskleidung, die schmutzig werden darf
- feste Schuhe, wer hat Sicherheitsschuhe
- Schubkarre (wer in der Nähe wohnt)
- Spaten
- Schaufel
- Rechen
- Crail, Kartoffelhacke
- Hacke
- Blumenzwiebelstecher
- kleine Handschaufel (zur Staudenpflanzung)
- große Astschere
- evtl. Kettensäge (nur mit Motorsägenschein)
Wer nicht alles hat, kommt trotzdem - wir teilen, was da ist. Falls jemand mit dem Anhänger kommen kann, um evtl. noch Lesesteine und Holz zu transportieren, bitte gerne melden.
Verpflegung:
Für eine kleine Stärkung um die Mittagszeit ist gesorgt. Da aber derzeit nicht abzuschätzen ist, wie viele kommen, wird es vielleicht nicht für alle reichen. Bringt euch deshalb bitte auch selbst etwas zum Trinken und Vesper mit. Über eine Kuchenspende würden wir uns freuen. Wer die fleißigen Helferinnen und Helfer unterstützen möchte, darf sich gerne bei uns melden. Herzlichen Dank schon jetzt dafür!
Wir sind gespannt, wie unsere ersten Mitmachbaustellen laufen und freuen uns über alle, die mithelfen.
Elke Schwabe (Naturgartenplanerin), Tamara Gnatzy (Gemeinde Fronreute) und Baubetriebshof
Rückblick zum Informationsabend am 31. Juli 2025
Rückblick zum Informationsabend am 31. Juli 2025
Vergangenen Donnerstagabend fand die Informationsveranstaltung zum Förderprojekt Natur nah dran in Fronreute im Bürgersaal in Fronhofen statt. Hier wurde über den aktuellen Stand des Projektes informiert und die ausgewählten und beplanten Grünflächen besprochen und Fragen aus der Bürgerschaft hierzu geklärt.
Ein Highlight des Abends waren die mitgebrachten heimischen Pflanzen, die Familie Wolf mühevoll zusammenstellte und beschriftete. So konnten sich alle Anwesenden über unsere heimische Pflanzenwelt informieren. Vielen Dank an Familie Wolf, für diese interessanten Einblicke und aufschlussreiche Arbeit.
Das Projektteam, genauer gesagt, unsere angehende Naturgartenplanerin Elke Schwabe, hat die konkrete Pflanzplanung und Kostenkalkulation der Grünflächen erstellt. Diese wurden dann bis 18. Juli an den NABU eingereicht. Hier wird nun die finale Entscheidung zu den Fördermitteln getroffen. Diese Entscheidung steht noch aus, das Projektteam geht davon aus, sie in den nächsten Tagen zu erhalten.
Der Zeitrahmen
Liegt die finale Entscheidung des NABU vor, wird das Projektteam in die Vorbereitung gehen. Planung und Absprachen intern und mit Dritten sowie die Bestellung der Pflanzen und Samen.
Mitte September sollen dann die Maßnahmen an den Grünflächen beginnen. Vorbereitungs- und Umsetzungsmaßnahmen werden dann voraussichtlich im Frühjahr 2026 abgeschlossen. Anschließend erfolgt die Projektabrechnung bis Juni/Juli 2026.
Die Flächen
Elke Schwabe stellte die beplanten Flächen mit Entwurfszeichnungen und Beispielen aus der Pflanzplanung vor.
Diese Flächen sind nun beplant und sollen umgestaltet werden:
1.Fronhofen Feuertobelbach (gegenüber vom Bouleplatz an der Kreuzung Burgstraße/Oberer Kirchberg)
Gegenüber dem Projektteam wurde geäußert, dass einige in Fronhofen Wohnende gern den Feuertobelbach wieder im Ortsbild integriert hätten. Dieser ist früher einmal oberirdisch durch den Ort verlaufen. Bei der Planung der Grünfläche hat Elke Schwabe diesen Aspekt aufgegriffen und ein „Blaues Band“ mit blau und weiß blühenden Wildblumen eingeplant. Darüber hinaus wird es weitere Elemente geben wie Totholz, Steinhaufen und gegebenenfalls Sträucher sowie Initialpflanzungen und Einsaaten.
2. Blitzenreute Leimäcker (gegenüber vom Spielplatz Leimäcker)
Diese große Grünfläche soll mit unterschiedlichen Maßnahmen umgestaltet werden. Anwohnende waren schon fleißig und haben auf einem Streifen eine Saatgutmischung ausgebracht. Dieser Wiesenteil hat sich prächtig entwickelt. Mit der sogenannten Buri-Methode soll versucht werden, diesen Streifen weiter auszuweiten, damit die Pflanzen sich weiter über die Wiese ausbreiten können. Der andere Teil der Wiese soll mit einer Umkehrfräse bearbeitet werden, um die Gräser zu verringern und mittels Einsaaten mehr Wildblumenarten zu bekommen.
3. Schmetterlingshabitat Kinderhaus Staig
Am Kinderhaus Staig soll das kleine, halb von einer Buchenhecke eingefasste Stück Wiese umgestaltet werden. Im hinteren Bereich soll eine Hochstaudenflur entstehen, die von Holzstämmen eingefasst ist. In diesem Beet finden sich auch Elemente wie Totholz, Sand uns Steine wider. Es sollen Futterpflanzen für Schmetterlinge und ihre Raupen gepflanzt werden, sodass diese hübschen Insekten dort hoffentlich öfter zu sehen sind. Abgerundet wird die Fläche mit einer Wildblumenwiese. Im vorderen Bereich werden die Pflanzen eher niedrigwüchsig sein, damit die Feuerwehrzufahrt gesichert bleibt. Eine kleine Wasserstelle, die im Sommer austrocknen kann und Sträucher runden die Fläche ab.
4. Bürgerhaus Staig (die kleinen Grünflächen an den Parkplätzen)
Die Flächen an den Parkplätzen am Bürgerhaus Staig sollen mit verschiedenen Elementen umgestaltet werden. Neben einer „Singener-Ansaat“ soll es Totholz, Steine und Sand, aber auch Wildstaudenbeete mit Ansaaten und Initialpflanzungen sind vorgesehen. Beispielsweise Rosengewächse und Königskerzen sollen einen Platz bekommen. Ein weiteres Highlight könnte eine Trockenmauer sein, die das Wildstaudenbeet einrahmt.
Informationen zu den einzelnen Flächen können auch beim Projektteam angefragt werden.
Helfende Hände gesucht
Das Projektteam ist auch auf die Unterstützung helfender Hände angewiesen. Die angedachten Maßnahmen sind durchaus sportlich und sollen zeigen, dass die Gemeinde gewillt ist, einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Zur Umsetzung dieses Projektes bedarf es mehr als die Unterstützung vom Bauhof und die finanziellen Mittel aus dem Förderprogramm. Es braucht Sie.
Das Projektteam hofft, Freiwillige aus der Bürgerschaft begeistern und gewinnen zu können, bei der Umgestaltung zu helfen. Dieses Projekt bietet für alle Beteiligten einen großen Mehrwert, nicht nur das Ergebnis wird die Mühe wert sein. Es gibt vieles zu lernen, Tipps und Tricks für den eigenen Garten, der Umgang mit der heimischen Natur und wie diese gepflegt werden kann.
Wenn Sie also Lust haben, Teil des Projekts zu sein, würde sich das Projektteam freuen, wenn Sie Kontakt aufnehmen. Neben helfenden Händen, kann auch durch Materialspenden, Geräteleihe, oder die Unterstützung bei der Verpflegung geholfen werden.
Eine Liste mit den Unterlagen finden Sie weiter unten beim FAQ, "Wie kann ich mich beteiligen?" oder in der Fronreute-App.
Machen Sie mit und seien Sie natur(und haut-)nah dabei.

5 Tipps für einen artenreichen Garten:
5 Tipps für einen artenreichen Garten:
1. Sträucher und Kletterpflanzen
Kirschlorbeer und Thuja spielen für unsere heimischen Tiere eine geringe Rolle, in heimischen Sträuchern allerdings, brummt und zwitschert es wie wild: Wildrose, Liguster, Faulbaum, Kornelkirsche, Holunder oder Pfaffenhütchen. Sie bieten nicht nur Rückzugsorte, sondern auch Nahrung.
Wer keinen Garten hat, es alternativ mit Kletterpflanzen probieren. Mögliche Pflanzen könnten sein: Waldrebe, Geißblatt oder Jelängerjelieber, Efeu, Kletterrosen oder Wilder Hopfen.
Weitere Infos: NABU.de
2. Wiese statt Rasen
Ein Rasen stellt keine Nahrungsquelle dar, während eine Wiese für Wildbienen, Vögel und Schmetterlinge eine wahre Freude ist und die Möglichkeit auf Nahrung bietet, selbst wenn die Wildblumen nur in einem Teil des Gartens blühen. Außerdem sind die bunten Blüten wahre Hingucker.
3. Wildstaudenbeete anlegen
Noch farbenfroher sind Wildstaudenbeete. Sind es mehrjährige Stauden, hat man sogar mehrere Jahre seine Freude daran. Am besten pflanzt man verschiedene Stauden, die sowohl im Frühling, als auch im Herbst blühen. Damit ist den Wildbienen, Schmetterlingen und Insekten immer eine Nahrungsquelle geboten. Wildstauden könnten sein: Wiesen-Schafgarbe, Färberkamille, Knoblauchsrauke oder alte Bekannte wie der Gewöhnliche Natternkopf, Wilde Möhre oder die Skabiosen-Flockenblume.
4. Rückzugsorte schaffen
Beispielsweise Nist- und Überwinterungshilfen für Schmetterlinge, Wildbienen und blattlausfressenden Nützlingen wie Marienkäfer. Das bedeutet liegengelassenes Laub, Totholz, Reisighaufen, Baumstümpfe und Stauden die über den Winter stehen gelassen werden. Käfer und Insekten, die in Totholzhaufen überwintern stellen auch für Igel eine praktische Nahrungsquelle dar. Ach Lehm- Sandkuhlen sind Rückzugsorte. Viele Wildbienen legen im Erdhöhlen ihre Eier ab. Steinhaufen und Steinmauern bieten Verstecke für Eidechsen.
Bei einem Angebot von Nist- und Überwinterungshilfen dürfen auch Nahrungspflanzen nicht fehlen: Brennnessel oder Distel sind beliebte Futterpflanzen für Insekten.
5. Einen Teich anlegen
Wasserflächen schaffen. Nicht nur als Tränke für alle möglichen Vögel, Insekten oder Igel. Wer Interesse an einem Projekt hat, legt einen kleinen Teich an. Diese sind gut für die Eiablage von Libellen, Molche oder Frösche. Während das Wasser bei einer Tränke täglich gewechselt werden sollte, sollte dies bei einem angelegten Teich nicht gemacht werden.
Wichtig ist die Schaffung kleiner Biotope für verschiedene Pflanzen und Tiere.

Was tun bei Hitze?
Was tun bei Hitze?
Nicht nur für Menschen ist die Hitze anstrengend, auch für Tiere stellt sie eine Herausforderung dar. In den letzten Jahren konnte beobachtet werden, wie Hitzewellen und heiße Tage zunehmen. Da macht auch den Tieren in unserem Umfeld zu schaffen. Vor allem der Mangel an Wasser ist der Hauptgrund. Oft päppeln Tierheime dehydrierte Kleintiere auf, bevor sie wieder freigelassen werden. Hinzu kommt, dass Vögel, Igel oder Eichhörnchen kaum oder gar nicht schwitzen können und eine Abkühlungsmöglichkeit fehlt.
Wie kann den Tieren bei Hitze geholfen werden?
Hier finden Sie eine Übersicht, was Sie tun können, um den Wildtieren in Ihrem Umfeld zu helfen:
- Aufstellen einer Vogel- bzw. Wassertränke
Wenn Sie eine Tränke aufstellen müssen, achten Sie auf folgendes:- Ein flacher Rand, die Tränke sollte zur Mitte hin tiefer werden
- Am besten aus einem rauen Material (beugt Rutschgefahr vor)
- An einem sicheren und nicht allzu sonnigen Platz aufstellen
- Tägliche Säuberung
- Wenn Sie Ihre Tränke täglich säubern, tun Sie nicht nur den Tieren eine Freude, Sie beugen auch vor, dass Schnaken ihre Larven ablegen können.
- Ein paar kleine Steine in die Tränke legen
- So können auch Bienen, Hummeln und andere Insekten profitieren.
- Rettungsanker bei einem Pool
Wer einen Pool im Garten hat, kann für eine Rettungshilfe sorgen, damit Tiere, die versehentlich dort landen, auch wieder herauskommen. Hier eignet sich ein großer Stock, an dem die Tiere herausklettern können. Am besten sollten Pools abgedeckt werden.
- Schattenplätze
Hecken, Ast- oder Steinhäufen bieten perfekte Schattenplätze für Eidechsen. Sie sind häufig wechselwarm, was bedeutet, dass sie ihre Körpertemperatut nicht selbst regulieren können. Sie sind also von der Sonne abhängig. Sonnenplätze sind sehr beliebt, hier wärmen sich die Eidechsen auf. Zu viel Sonne ist jedoch nicht gut. Neben einem kühlen Nass (Tränke) helfen Schattenplätze weiter.
Klimagarten – was ist das?
Klimagarten – was ist das?
Neuerdings stolpert man oft über den Begriff Klimagarten. Was genau ist das?
Klimawandel macht’s möglich
Der Begriff Klimagarten ist gerade im Kontext mit dem Klimawandel häufig anzutreffen. Dass sich unser Klima verändert, zeichnet sich schon seit Jahren ab, doch noch nie stand das Thema so im Fokus wie zur heutigen Zeit.
Wir stellen fest, dass wir uns auf ein sich veränderndes Klima einstellen müssen: anhaltende Trockenheit und Hitze, Überschwemmungen auf der anderen Seite, mildere Winter. All diese Szenarien haben ihre Tücken und Schwierigkeiten, auf die geachtet werden muss. Dieses Wetter geht auch einher mit Begriffen wie Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, Klimaschutz oder Klima-Resilienz. Und damit sind wir schon beim Kernthema angekommen, denn die zentrale Frage ist doch: Wie werden wir und unsere Städte klima-resilient?
Resilienz – ein neuer Begriff für eine alte Methode
Seit 1977 gibt es das Wort „Resilienz“. Es leitet sich vom lateinischen Wort „resilire“ ab, welches übersetzt „zurückspringen“, „abprallen“ bedeutet. Der Begriff stammt aus der Psychologie, weshalb er durchaus ein komplexes Gebilde beschreiben kann.
Vereinfacht gesagt ist Resilienz die Fähigkeit, sich auf schwierige Lebenssituationen einzustellen, ohne eine dauerhafte Beeinträchtigung davon zu tragen. Also eine Mischung aus Widerstands-, Anpassungs- und Lernfähigkeit, die zu einer gefestigten Krisenbewältigung führen. Dabei gehört nicht nur die Vorbereitung auf ein bestimmtes Szenario dazu, sondern auch der Umgang damit. Resiliente Personen sind widerstandsfähig und können Stress besser bewältigen, in dem sie sich davon „schneller“ erholen.
Warum dies eine alte Methode ist? Weil der Mensch ohne Resilienz nicht überlebt hätte. Egal ob Klimaveränderungen vor Jahrtausenden oder die Aufrechterhaltung des Römischen Reiches, die Geschichte hält einige Beispiele parat. Ohne Anpassungs- und Lernfähigkeit, wäre der Mensch nicht so weit gekommen.
Klima-Resilienz
Demnach beschreibt die Klima-Resilienz die Fähigkeit eines Systems oder Gesellschaft, sich auf Auswirkungen des Klimawandels anzupassen, zu widerstehen und diese auszuhalten.
Auf die Frage, wie wir also klima-resilient werden können, gibt es verschiedene Antworten, denn es kommt darauf an, auf welcher Ebene die Frage gestellt wird.
Da hier der Begriff des Klima-Gartens näher betrachtet werden soll, steht folgende Frage im Fokus: Wir können Gärten klima-resilient gestaltet werden?
Was ist ein Klima-Garten?
Auf den Punkt gebracht, ist ein Klima-Garten ein Garten, der klimafest gestaltet ist und zum Klimaschutz beiträgt. Klimafest bedeutet, dass gestalterische Elemente, Pflanzen und Wege dem Klima angepasst werden. Hitze und Trockenheit oder heftiger Regen sind stehen oft im Mittelpunkt. Ein Klima-Garten ist hierauf allerdings bestens vorbereitet.
Wie wird ein Klimagarten angelegt?
Ein Klima-Garten kann die Lebensbedingungen für uns Menschen, aber auch für Pflanzen und Tiere verbessern. Hierfür hat der NABU 10 nützliche Ideen und Tipps zur Umsetzung:
So wird der Garten klimafit!
Weitere Informationen und Ratgeber:
https://umweltinstitut.org/landwirtschaft/mitmachaktionen/dein-klimagarten-kostenloser-ratgeber/#top
https://www.klimagaerten.de/wissenschaftliche-basis
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/grundlagen/klimagarten/index.html
https://www.ardalpha.de/wissen/natur/pflanzen/hitze-pflanzen-garten-hitzeresistent-giessen-wasser-trockenheit-klimawandel-100.html
https://www.klimagaerten.de/wissenschaftliche-basis/vom-kleingarten-zum-klimagarten/29
Eine Besichtigung lohnt sich!
Eine Besichtigung lohnt sich!
Das Projektteam durfte eine FFH-Wiese in Blitzenreute besichtigen und war begeistert von der Blütenpracht!
Wie eine naturnahe Grünfläche aussehen kann, zeigt die FFH-Wiese hinter dem Bergweg sehr anschaulich. Verschiedene heimische Pflanzen gibt es hier zu entdecken, die mit ihrer Farbpracht eine wahre Augenweide darstellen. Hier summt und brummt es überall. Wildbienen und Käfer tummeln sich, sammeln Nahrung oder sonnen sich. Besonders auffällig ist der Wiesen-Salbei, aber auch die Margeriten und die gelben Farbtupfe von Hahnenfuß und Pippau.
Interessierte dürfen sehr gerne einen Blick auf die Wiese werfen, bevor sie in den nächsten ein/zwei Wochen gemäht wird.
Josef Schaut hat hierfür die Erlaubnis erteilt, durch seinen Garten im Bergweg 8 hindurchzugehen, um auf die dahinterliegende Wiese zu gelangen.
Hinweis:
Bitte pflücken Sie keine Blumen dort, wenn dies nicht mit Herrn Schaut abgesprochen ist.
Das Projektteam ist sehr froh über dieses Angebot und möchte die Bemühungen von Herrn Schaut, der die FFH-Wiese gepachtet hat, nicht negativ beeinflussen.
Was ist eine FFH-Wiese?
Was bedeutet FFH?
FFH steht für Flora-Fauna-Habitat (deutsch: Pflanzen, Tiere, Lebensraum). Dies leitet sich aus der Naturschutzrichtlinie "Richtlinie 92/43/EWG zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen", kurz FFH-Richtlinie) der Europäischen Union ab. Im Englischen heißt die Richtlinie "Council Directive on the conservation of natural habitats and of wild fauna and flora". Schutzgebiete, die aufgrund der FFH-Richtlinie ausgewiesen wurden, werden FFH-Gebiete genannt.
FFH-Wiesen sind also besonders arten- und blütenreich, was durch eine extensive Bewirtschaftung zurückzuführen ist. FFH-Wiesen sind auch außerhalb eines FFH-Gebietes geschützt.
Anders als andere Wiesen
FFH-Wiesen unterligen einer strengeren Regelung als andere Grünflächen. Sie dürfen beispielsweise nur zweimal im Jahr gemäht werden. Der erste Schnitt hat hierbei im Juni zu erfolgen. Es dürfen auch keine Neueinsaaten in die Wiese eingebracht werden. Dies dient dem besonderen Schutz der Tier- und Pflanzenarten, die dort vorhanden sind.
Schon gewusst?
Baden-Württemberg weist deutschlandweit, wenn nicht sogar EU-weit eines der bedeutendsten Vorkommen artenreicher Mähwiesen auf.
Weitere Infos: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Ortstermin mit dem NABU Baden-Württemberg in Fronreute am 19.04.2025
Ortstermin mit dem NABU Baden-Württemberg in Fronreute am 19.04.2025
Am Montag, 19.04.2025 traf sich das Fronreuter Projektteam (angehende Naturgartenplanerin Elke Schwabe, Bauhofsleiter Günther Wiedemann mit Kollege Niklas Schnetz und Tamara Gnatzy von der Verwaltung) mit dem NABU Baden-Württemberg, Vertreterin Katja Wörner und der Naturgartenplanerin Melanie Klemp. Bei diesem Treffen wurden die vorausgewählten Grünflächen besichtigt. Angehende Naturgartenplanerin Elke Schwabe teilte erste Entwurfsskizzen und Umgestaltungsideen zu den einzelnen Flächen mit. Diese wurden dann mit Katja Wörner und Melanie Klemp besprochen, die einige tolle Ideen und Anregungen beitrugen.
Im Großen und Ganzen ist der NABU mit den Ideen des Projektteams einverstanden. Auch Naturgartenplanerin Melanie Klemp befürwortet die besprochenen Entwurfsskizzen.
Jetzt heißt es: Konkretisieren und Fokussieren
Tatsächlich ist das Projektteam sehr motoviert und hat eine immense Fülle an Ideen für die Grünflächen. Nachdem der Kooperationspartner ihr Ok hierzu gegeben hat, heißt es nun für die Angehende Naturgartenplanerin Elke Schwabe: ran an die Detailplanung!
- Welche Maßnahmen sollen konkret umgesetzt werden?
Beispielsweise soll eine Mahdgutübertragung durchgeführt werden, oder eine Ansaat mit der Buri-Methode.
- Welche Pflanzen sollen verwendet werden?
Hier kommt es beispielsweise auf die Lage der Grünfläche an (sonnig/schattig), oder auch auf äußerliche Einflüsse (staut sich das Wasser/ist es eher trocken).
- Welche Themenschwerpunkte sollen verfolgt werden?
Eine der Grünflächen ist die Wiese am Kinderhaus Staig. Hier ist die Idee, ein Schmetterlings-Habitat anzulegen.
Das würde bedeuten:
- Futterpflanzen für Schmetterlinge
- Steine und Totholzelemente, damit die Tiere sich sonnen können
- eine temporäre Wasserstelle integrieren, die sich bei Regen etwas füllt und auch wieder austrocknet
- Welche gestalterischen Elemente können einfließen?
Ein sehr nützliches und gestalterisches Element ist beispielsweise die Totholzhecke, oder auch eine Trockenmauer.
- Welche Kosten fallen an?
Ebenso gehört eine Kostenaufstellung zur Detailplanung, damit das Budget eingehalten wird.
- Welche Informationsschilder sollen auf welcher Fläche verwendet werden?
Zum Förderprojekt gehören auch Informationsschilder, die der NABU bereits inhaltlich aufgearbeitet hat. Diese erklären die Bedeutung der Umgestaltung zu naturnahen Grünflächen.
Im Juli wird die Planung mitsamt Kostenaufstellung dann an den NABU eingereicht und hoffentlich Ende Juli endgültig bewilligt. Ist das der Fall, kann ab August mit der Umsetzung begonnen werden.




Natur nah dran: Auftaktveranstaltung des NABU in Singen (Hohentwiel)
Natur nah dran: Auftaktveranstaltung des NABU in Singen (Hohentwiel)
Gemeinsam mit Teilnehmern aus 14 weiteren ausgewählten Kommunen folgten Günther Wiedemann, Albert Stumm, Niklas Schnetz und Elke Schwabe als Vertreterin der Biodiversitätsgruppe Fronhofen am 29.04. einer spannenden Auftaktveranstaltung zum Projekt „Natur nah dran“.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen neben organisatorischen Hinweisen zahlreiche anschauliche Vorträge rund um naturnahe Gestaltung im Siedlungsraum.
Dabei wurde deutlich, wie durch eine naturnahe Gestaltung Hitze gemindert, die Wasserspeicherung im Boden verbessert, die Artenvielfalt gefördert und Lebensräume besser vernetzt werden können – alles wichtige Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und zur Förderung der biologischen Vielfalt.
Ein Highlight war die Besichtigung einiger umgestalteter Flächen in der Stadt Singen, die bereits 2023 Teil des Projekts war und damit anschaulich zeigte, wie lebendige, ökologische Freiräume im Siedlungsbereich das Stadtbild bereichern.
Zum Projekt:
Mit dem Kooperationsprojekt „Natur nah dran“ unterstützen das Umweltministerium und der Naturschutzbund (NABU) Baden-Württemberg kommunale Projekte, die zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen. Fronreute ist eine von 15 Kommunen die mit bis zu 15.000 € und fachlicher Beratung bei der naturnahen Umgestaltung von öffentlichen Flächen unterstützt werden.


Informationsabend am 17.04.2025
Informationsabend am 17.04.2025

Am Gründonnerstagabend veranstaltete das Projektteam der Gemeinde Fronreute eine Informationsveranstaltung zum bewilligten Förderprojekt „Natur nah dran“ des NABU BW.
38 Interessierte erschienen zum Infoabend im Dorfgemeinschaftshaus, darunter auch Vertreter des NABU Ravensburg, BUND Schenkenwald und des LEV Ravensburg, die den Abend mit fachlichen Anmerkungen bereicherten.
Frau Elke Schwabe führte mit ihrem Vortrag durch den Abend. Hier hat Frau Schwabe noch einmal erläutert, was das Förderprogramm „Natur nah dran“ genau beinhaltet, wie die Bewerbung der Gemeinde zustande kam und warum wir uns für dieses Förderprojekt entschieden haben. Natürlich gab es auch ein paar interessante und schockierende Zahlen und Fakten zur Biodiversität, welche für das Projektteam der Gemeindeverwaltung nur eine weitere Bestätigung für die naturnahe Umgestaltung öffentlicher Grünflächen sind.
Abschließend wurden die ausgewählten Flächen vorgestellt. Hier konnten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger Ideen und Anregungen einbringen. Ergänzt durch den ein oder anderen Erfahrungsbericht des NABU Ravensburg und des BUND Schenkenwald kam ein wunderbarer Austausch zustande.
Vielen Dank an alle Interessierten, die sich die Zeit genommen und Anregungen vorgebracht haben. Das Projektteam hofft auf die Unterstützungen der Bürgerschaft – auch hinsichtlich der Umsetzung. Es freut uns, dass so viele von Ihnen einen Beitrag zur Bewahrung der Biodiversität leisten möchten. Lassen Sie uns im Kleinen beginnen, denn nur so kann das große Ganze entstehen.
Wir sind überzeugt: „Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten, viele kleine Dinge tun, können die Welt verändern.“ (Afrikanisches Sprichwort)
„Natur nah dran“ – FAQ
Der Startschuss für das Förderprojekt „Natur nah dran“ in Fronreute ist gefallen. Für eine bessere Einordnung des Förderprojekts sind hier die wichtigsten Fragen und Antworten einmal zusammengefasst.
Was ist „Natur nah dran“?
Was ist „Natur nah dran“?
„Natur nah dran“ ist ein Kooperationsprojekt des NABU Landesverbandes Baden-Württemberg e. V. und dem Land Baden-Württemberg zur Förderung der Biodiversität in Siedlungsräumen. Städte und Gemeinden können beim Kooperationsprojekt mitmachen und erhalten eine finanzielle Förderung, praxisnahe Schulungen und fachliche Unterstützung für eine naturnahe Umgestaltung ausgewählter Grünflächen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des NABU Baden-Württemberg.
Wie hoch ist die finanzielle Förderung bei „Natur nah dran“?
Wie hoch ist die finanzielle Förderung bei „Natur nah dran“?
Die finanzielle Förderung liegt bei 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal bei 15.000 Euro. Das bedeutet, dass die Gemeinde zur Hälfte finanziell unterstützt wird. Wird das Budget ausgereizt, stehen für das Kooperationsprojekt 30.000 Euro für die naturnahe Umgestaltung zur Verfügung.
Die Gemeindeverwaltung hat Mittel in Höhe von 15.000 Euro im Haushalt 2025 eingestellt und hofft, die Förderung ausschöpfen zu können.
Wie läuft „Natur nah dran“ ab?
Wie läuft „Natur nah dran“ ab?
Das Kooperationsprojekt „Natur nah dran“ läuft noch bis 2027. Kommunen können bis zum 31.12. eines Jahres ihre Bewerbung für die Fördermittel beim NABU Baden-Württemberg einreichen. Für die Bewerbung muss eine Kommune das Bewerbungsformular ausfüllen, ein Motivationsschreiben verfassen, eine Vorauswahl an Grünflächen treffen und diese dann auch auf einem Ortsplan und mit Bildern darstellen und erste Vorschläge zur Umgestaltung liefern. Die Bewerbung geht dann an eine Jury, die eine Auswahl trifft, welche Kommune im Folgejahr gefördert wird.
Wird der Förderantrag bewilligt, geht es in die Planungsphase. Die ausgewählten Kommunen nehmen an einer Auftaktschulung teil, hier werden Grundlagen für die Arbeit mit Wildpflanzen vermittelt: Wie gelingt die Ansaat und welcher Pflege bedarf es? Anschließend gibt es eine Ortsbesichtigung, bei der Experten des NABU und eine Fachkraft in Naturgartenplanung die vorausgewählten Flächen der Kommune besichtigen und zur Umgestaltung beraten. Weiter geht es dann mit der detaillierten Planung der Grünflächen: Was wird wie umgestaltet, welche Maßnahmen sind erforderlich, welche Kosten entstehen? Ist die Planung abgeschlossen, geht es ab Oktober an die praktische Durchführung der Umgestaltungsmaßnahmen.
Abschließend gibt es weitere Schulungen und Hinweise zur Pflege der Grünflächen, bevor das Förderprojekt abgerechnet wird.
Warum „Natur nah dran“?
Warum „Natur nah dran“?
Die Gemeindeverwaltung hat sich aus mehreren Gründen für das Förderprojekt „Natur nah dran“ entschieden.
- Die Gemeindeverwaltung möchte einen Beitrag zur Biodiversität innerhalb der Ortsgrenzen leisten. „Natur nah dran“ bietet genau diese Möglichkeit: die naturnahe Umgestaltung von innerörtlichen Grünflächen. Es gibt zahlreiche Förderprojekte zur Erhaltung der Biodiversität, die außerhalb der Ortsgrenzen liegen (Wiedervernässung von Mooren, Waldschutzgebiete, etc.). Das Projektteam möchte zeigen, dass auch kleine Grünflächen vor der Haustüre und im eigenen Garten einen wichtigen Beitrag zum großen Ganzen leisten.
- Die Gemeinde möchte Vorbild sein und zeigen, was eine naturnahe Umgestaltung alles „kann“ und dass Naturgärten ein wahrer Hingucker sein können. Das Projektteam möchte das Bewusstsein zur Biodiversitätsförderung stärken und aktiv mitgestalten und hofft, unsere Bürgerinnen und Bürger für Naturgärten gewinnen und inspirieren zu können.
- „Natur nah dran“ bietet nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern auch fachliche Unterstützung und Expertise: Schulungen für die Praxis, Beratungen durch Fachkräfte, Unterstützung bei der Planung und Umsetzung sowie in Sachen Öffentlichkeitsarbeit. Ein weiterer Bestandteil des Förderprojekts neben der naturnahen Umgestaltung ist die Information dazu. Es werden auch Informationstafeln zu den einzelnen Flächen eingeplant, die die Umsetzungsmaßnahmen erklären und auf die Thematik Biodiversität aufmerksam machen.
- Die finanzielle Förderung zu 50 Prozent ist natürlich sehr attraktiv.
- Naturnahe Grünflächen tragen nicht nur einen wichtigen Teil zur Erhaltung der Biodiversität bei, sie sind weniger pflegeintensiv und heimische Wildpflanzen kommen mit Hitzeperioden besser zurecht, wodurch sich Kommunen klimaresilienter aufstellen können.
Warum beinhaltet „Natur nah dran“ eher kleinere Flächen?
Warum beinhaltet „Natur nah dran“ eher kleinere Flächen?
Ausgewählte Flächen für das Förderprojekt sind eher „klein“, verglichen mit anderen Flächen wie Moore oder Wälder. Das hat verschiedene Gründe:
- Die naturnahe Umgestaltung der Grünflächen sollte auch im zeitlichen Rahmen und Umfang des Förderprojektes umgesetzt werden können. Das Projektteam möchte das Förderprojekt abschließen und keine halbe Sachen machen.
- Die Gemeindeverwaltung möchte Grünflächen in mehreren Ortsteilen umgestalten.
- Kleine Grünflächen sind mit Privatgärten vergleichbar und zeigen Möglichkeiten auf, wie eine Umgestaltung im eigenen Garten aussehen könnte.
- Insekten, Eidechsen und kleine Säugetiere bewegen sich in einem kleinen Radius. Damit ein Austausch auf verschiedenen Flächen stattfinden kann, werden auch kleine Flächen benötigt, die als Bindeglied fungieren. Sogenannte „Trittsein-Flächen“ sorgen dafür, dass auch die kleinen Lebewesen sich von Fläche zu Fläche fortbewegen können, um sich dann ernähren und fortpflanzen zu können. Das ist auch ein wichtiger Grundpfeiler für die genetische Vielfalt von Tieren und Pflanzen.
- Außerdem möchte das Projektteam auch die Motivation aller Beteiligten, insbesondere der freiwilligen Unterstützenden, fördern. Großprojekte, die sich gegebenenfalls in die Länge ziehen, zehren an Kraft, Motivation und Nerven. Mehrere Kleinflächen, die erfolgreich umgestaltet werden können, bringen Erfolgserlebnisse und machen Lust auf mehr.
Welcher zeitliche Rahmen ist für „Natur nah dran“ vorgesehen?
Welcher zeitliche Rahmen ist für „Natur nah dran“ vorgesehen?
März 2025
Bewilligungsbescheid zum Förderprojekt
April 2025
Auftaktschulung
Mai 2025
Vor-Ort-Termin zur Bewertung der ausgewählten Flächen
Juni bis September 2025
Planungsphase des Förderprojekts
= Konkrete Beplanung der Grünflächen, Ausarbeitung eines Konzeptes inklusive Informationstafeln, Kostenkalkulation, Vorbereitung der Grünflächen und weitere Schulungen für das Projektteam
Oktober 2025
Umsetzung und Bearbeitung der Grünflächen. Dies kann sich bis ins Frühjahr 2026 ziehen.
Frühjahr 2026
abschließende Schulung des Projektteam zur Pflege und Unterhaltung der Grünflächen
Juni/Juli 2026
Abschließende Abrechnung des Förderprojekts
Weitere Informationstermine, Möglichkeiten zur Beteiligung und Austausch werden vom Projektteam bekannt gegeben. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Wer gehört zum Projektteam?
Wer gehört zum Projektteam?
Zum Projektteam gehören sowohl Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung und des Bauhofes sowie unsere Naturgartenplanerin. Ansprechpersonen sind:
Gemeindeverwaltung
Tamara Gnatzy
Naturgartenplanerin
Elke Schwabe
Baubetriebshof
Günther Wiedemann
Welche Flächen werden umgestaltet?
Welche Flächen werden umgestaltet?
Insgesamt hat die Gemeinde 8 Flächen ausgewählt und zur Bewerbung eingereicht. Diese können Sie hier einsehen. (PDF-Dokument, 8,47 MB, 30.04.2025)
Gerne hält das Projektteam Sie während der Planungsphase auf dem Laufenden, wenn konkrete Umgestaltungsmaßnahmen festgelegt wurden.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, treten Sie gerne mit dem Projektteam in Kontakt.
Welche Pflanzen sollen gepflanzt werden?
Welche Pflanzen sollen gepflanzt werden?
Das Projektteam legt Wert auf heimische Pflanzen. Welche genau gepflanzt werden sollen, wird im Laufe der detaillierten Planungsphase festgelegt. Das Projektteam möchte den Flächen auch unterschiedliche „Mikrolebensräume“ zuordnen, das bedeutet, dass neben Sträuchern, Stauden und Blumen auch Elemente wie Totholz, Sandlinsen, Steinhaufen und Wasserstellen eingesetzt werden sollen.
Wie kann ich mich beteiligen?
Wie kann ich mich beteiligen?
Das Projektteam hofft auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Das Förderprojekt bietet Raum für verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten:
- Sachspenden wie Totholz, alte Backsteine, etc.
eine Auflistung finden Sie hier. (PDF-Dokument, 178,50 KB, 30.10.2025) - Arbeitsgeräte aller Art
eine Auflistung finden Sie hier. (PDF-Dokument, 169,12 KB, 30.10.2025) - Weitere Arbeitsgegenstände, die für das Förderprojekt ausgeliehen werden können
eine Auflistung finden Sie hier. (PDF-Dokument, 170,03 KB, 30.10.2025) - Erfahrungen, Kenntnisse und Ideen
eine Auflistung finden Sie hier. (PDF-Dokument, 178,67 KB, 30.10.2025) - Unterstützung bei der Verpflegung
eine Auflistung finden Sie hier. (PDF-Dokument, 176,93 KB, 30.10.2025) - Lust bei den Umgestaltungen mitanzupacken
Newsletter, WhatsApp-Gruppe, etc.
Melden Sie sich gerne bei Projektteam, Sie werden dann im Verteiler aufgenommen. - Beet-Patenschaften für die weitere Pflege der Flächen
Dieser Aspekt wird im Laufe des Förderprojekts näher erläutert. Wenn Sie Interesse an einer Beet-Patenschaft haben, melden Sie sich gerne beim Projektteam.
Kommen Sie gerne auf uns zu, wenn Sie Sachspenden abzugeben, Arbeitsgeräte beizusteuern oder Lust haben, sich zu beteiligen. Das Projektteam freut sich.
Wie bleibe ich auf dem Laufenden?
Wie bleibe ich auf dem Laufenden?
Wenn Sie Interesse haben, sich beim Förderprojekt „Natur nah dran“ zu beteiligen, eigene Trittsteine in Ihrem Garten anlegen wollen, melden Sie sich gerne zum Newsletteran. Im Mitteilungsblatt und in der FronreuteApp wird auch weiterhin zum Förderprojekt berichtet. Bei konkreten Fragen dürfen Sie sich auch gerne an das Projektteam wenden.
Was kann ich im eigenen Garten tun?
Was kann ich im eigenen Garten tun?
Neben der Umsetzung des Förderprojekts auf öffentlichen Grünflächen, freut sich das Projektteam natürlich auch über jeden Privatgarten, der zu einer naturnahen Umgestaltung inspiriert wird. Oft sind es auch die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen. Auf die Möglichkeiten zur Umsetzung im eigenen Garten soll mit einem Newsletter eingegangen werden. Interessierte erhalten nützliche Tipps und Tricks wie die eigene Umgestaltung durchgeführt werden kann.
Wenn Sie Interesse daran haben, melden Sie sich gerne zum Newsletteran.
Diese Tipps kann jeder im eigenen Garten umsetzen:
- Weniger Mähen ist mehr Vielfalt
Den Rasen über Frühjahr und Sommer weniger oft zu mähen hilft schon. Dabei können Laufwege natürlich kurz gehalten werden. Insekten und Vögel finden dadurch mehr Nahrung, die Wildpflanzen können sich ausbreiten und wandern, ebenso finden Insekten wichtigen Rückzugsort. - Verzichten Sie auf einen Mähroboter
Am besten, Sie verzichten ganz auf einen Mähroboter und erfreuen sich an den blühenden Blumen. Wenn Sie einen Mähroboter besitzen, können Sie dämmerungs- und nachtaktiven Tieren helfen, in dem Sie diesen nachts ausschalten. Besonders Igel leiden unter den Mährobotern, denn im Gegensatz zu anderen Tieren fliehen sie nicht, sie rollen sich zusammen. Den Mähroboter schlägt dies allerdings nicht in die Flucht und so werden die Igel von diesen überrollt, was zu schwerwiegenden Verletzungen und dem Tod des betroffenen Igels führen kann. Durch einen kurz gemähten Rasen ist auch das Nahrungsangebot der Igel bedroht: Sie finden keine Nahrung mehr und müssen weite Wege auf sich nehmen. Besonders im Herbst ist dies kräftezehrend und erschwert die Überlebenschancen der Igel. - Vogelfütterung
Im Winter die Vögel im Garten füttern, das machen schon einige. Darüber hinaus gibt eine Sommerfütterung auch Sinn: Den Vogeleltern bei der Aufzucht der Jungvögel helfen. So können im Sommer beispielsweise lebende, frischtote oder wiederaufgetaute gefrorene Insekten (zum Beispiel Mehlwürmer) sowie kleine, fettarme Samen (Brennnesseln, Hirtentäschel, Birkensamen, Schafgarbe, Vogelmiere, Wiesenkopf, etc.) gefüttert werden. Dieses Vogelfutter wird meist als „Waldvogelfutter“ im Handel angeboten. - Augenmerk auf heimische Pflanzen
Oftmals sind die Pflanzen und Tiere genau aufeinander abgestimmt: sie brauchen sich gegenseitig zur Bestäubung und Ernährung. Sorgen Sie im eigenen Garten für Insektenfreundliche Pflanzen (zum Beispiel Fingerhut, Skabiose, Klatschmohn, Rittersporn, Wilde Möhre, Duftveilchen, etc.). - Wildbienenfreundliche Unterkünfte
Nicht jedes Insekten- oder Wildbienenhotel ist für alle Wildbienenarten geeignet. Die Gehörten Mauerbiene bevorzugt Bambusröhrchen, in Holz gebohrte Löcher und ähnliche Hohlräume, die nach Süden ausgerichtet sind. Leere Schneckenhäuser können Nistplatz der Goldenen Schneckenhaus-Mauerbiene sein, diese sollten am besten vor Vögeln geschützt sein.
Mutige Gartenfreunde können einen Sandhaufen für im Boden nistende Arten anlegen. Tipps hierzu finden Sie hier.
Wo finde ich weitere Informationen für meinen Garten?
Wo finde ich weitere Informationen für meinen Garten?
Neben den Informationen des Newsletters zum Förderprojekt „Natur nah dran“ besteht natürlich auch die Möglichkeit, Anreize bei naturverbundenen Institutionen zu suchen.




